19.10. Venedig

Heute war Venedig am Programm. Wir hatten nur etwa 30 km mit dem Auto zu fahren. Nach dem Einparken fuhren wir mit dem Vaporetto zum Markusplatz, allerdings nicht über Canal Grande sondern zwischen dem Zentrum und der Insel Guidecca. Dabei haben wir auch gesehen, dass im Hafen mehrere Kreuzfahrtschiffe stehen.

Wir waren bereits zum vierten Mal hier und endlich wollten wir mal die Campanile am Markusplatz besteigen. Die Beine konnte man gar nicht beanspruchen, weil der Zutritt nur mit dem Aufzug möglich war. Die Schlange war kürzer als erwartet und so genossen wir bald die wunderschönen Aussichten auf die Stadt. Das Einzige was uns fehlte war die Sonne. Wir haben eine halbe Stunde oben auf sie gewartet. Wann ist sie gekommen? Natürlich kurz nachdem wir aufgegeben haben und wieder unten waren.

Unten erwartete uns ein Schock. So viele Menschen haben wir hier noch nie gesehen. Wahrscheinlich legte gerade ein Kreuzfahrtschiff an. Wir gingen schnell weg durch die wunderschönen Gassen und über viele Brücken.

Der Magen meldete sich langsam auch zu Wort und so suchten wir vor allem ein Restaurant romantisch am Ufer des Canal Grande gelegen. Und da hatten wir Glück. Unser Traumort war unweit der Akademiebrücke.

Nach dem Essen schlenderten wir durch die Stadt bis zur Rialtobrücke. Da waren wir auch nicht allein. Eine Touristin hat uns (weiß nicht warum) für Einheimische gehalten und fragte, ob wir nicht ein nur ein bisschen ruhigeres Restaurant kennen. Ha ha ha!

Wir nahmen Kurs zum Parkplatz. Unterwegs haben wir noch Kaffee, Eis und Tiramisu genossen. Der Tag ging langsam zum Abend und wir fuhren zurück ins Hotel. Das war eigentlich Ende unserer Reise. Morgen heißt es nur mehr die etwa sechs Stunden nach Hause zu fahren.

Wie war unsere Reise im Rückblick? Wir haben sehr viel gesehen. Erstens viele Naturschönheiten, zweitens viele historische Städte. Wie bei jeder Reise – überall könnte man viel mehr Zeit verbringen. Trotzdem, dass ich der einzige Fahrer bin (Jitka kann leider mit ihren Augen nicht mehr fahren), hatte ich keine Probleme damit. Von der Intensität des Verkehrs und der Dichte des Straßennetzes überall bin ich aber total deprimiert. Kann mir nicht vorstellen, was damit in der Zukunft unsere Zivilisation macht.

18.10. Milano – Preganziol

Als wir vor einem 16-jährigen Mädchen aus der Verwandtschaft über unsere geplante Reise redeten, sagte sie, dass wir unbedingt das Stadion San Siro in Milano auf dem Rückweg besuchen müssen. Wir haben den Auftrag erfüllt. Das Gebäude ist wirklich sehenswert. Ich habe auch den Shop besucht und wollte ein Souvenir kaufen, was sich an das Stadion selbst bezieht. Für einen Fußballfan (wir sind keine) war das ein wahres Paradies – Fußbälle, T-Shirts, Schuhe. Leider hatten sie kein Modell, Buch oder DVD zur Geschichte des Stadions.

Die Fahrt nach Preganziol über die Autobahn war lang und anstrengend. Unsere Unterkunft Villa Vicini ist dagegen sehr schön. Der Mann an der Rezeption spricht viele Sprachen (auch deutsch) und ist sehr gesprächig.

17.10. Portofino – Genova

Heute wollten wir Portofino, ein bekanntes Fischerdorf etwa 40 km von Genova, besuchen. Das Wetter war nicht schön, es war bedeckt und es nieselte ab und zu. Voll Hoffnung fuhren wir trotzdem hin. In Portofino stiegen wir zu der Burg auf und machten Fotos, die bei Sonne besser wären.

Dann fuhren wir ein paar Kilometer zurück nach Santa Margherita. Das Wetter war stabil schlecht, wir aßen aber gut zu Mittag in einer Pizzeria. Auf dem Rückweg zum Auto wurde der Regen stärker, wir haben das mit Regenjacken und schnellerem Tempo geschafft ohne zu naß zu werden.

Um halb vier waren wir in Genova zurück. Wir gingen zur Cattedrale di San Lorenzo und dann über Piazza De Ferrari in die Straße Via Garibaldi. Dort haben wir die schönsten Paläste von Genova bewundert.

Den Abschied von Genova nahmen wir dann im Hafen. Wir spazierten an den Ports und haben uns die Biosphere-Kugel von außen und das alte Schiff angeschaut. Es wurde langsam kalt und so zogen wir uns ins Hotel zurück.

16.10. Genova

Nachdem wir die letzten zwei Tage im Auto gefaulenzt haben, gab es heute wieder ein tolles Programm. Nach den Fotos vom Hotel gingen wir zu Piazza Caricamento und kauften uns Tickets für HopOn HopOff Bus. Das Wetter war sehr schön. Wir machten zuerst eine ganze Runde zum Kennenlernen der Stadt. Wir sahen viele schöne Gebäuden und viele Mopeds, die hier sicher das schnellste Verkehrsmittel sind.

Bei der zweiten Runde stiegen wir am Stopp 9 aus und fuhren mit dem Aufzug zur Aussichtsterrasse Spianata Castelletto. Die Blicke auf die Stadt und den Hafen waren herrlich.

Dann gingen wir zu Fuß zu der unteren Station der Standseilbahn Zecca – Righi und fuhren ganz oben. Das erfüllte unsere Erwartungen aber nicht. Die Sicht war viel von Bäumen verdeckt, der Panoramaweg war gesperrt und die Sonne stand schon ungünstig hoch. Das einzige Gute war Focaccio, das wir in einer Pizzeria vorher gegessen haben.

Dann gingen wir zu Fuß durch die Altstadt zum Bus, fuhren in den Hafen und wollten den alten Leuchtturm Lanterna besuchen. Wir wussten vom Busfahrer, dass der Aufstieg nur am Wochenende möglich ist. Wir hofften aber, dass wir mindestens ein schönes Foto aus der Nähe werden machen können. Der Fußweg war 1,5 km lang, gut markiert, endete aber vor geschlossenem Tor ziemlich weit vom Turm. Wir kamen zwischen den LKWs durch den Hafen etwas näher und machten doch ein Foto. Das historische Flugzeug, das zufällig vorbei flog, minderte doch ein bisschen unsere Enttäuschung.

Jetzt kam die Qual der Wahl. Sollen wir mit unseren müden Beinen einen Kilometer gehen oder hoffen, dass der letzte Bus auch fährt. Da haben wir Glück gehabt. Der Weg von Piazza Caricamento zum Hotel war dann nicht mehr lang.

15.10. Von Salon de Provence nach Genova

Heute musste ich aufgeben. Waze bot mir nämlich entweder zehn Stunden ohne oder vier Stunden mit der Autobahn. Als wir in 2002 (damals noch mit Zelt) durch die Provence reisten, besuchten wir kurz vor der Grenze zu Italien La Turbie, einen sehr schönen Aussichtspunkt über Monaco. Das wollten wir wiederholen. Die erste Stunde der Fahrt war das Wetter vielversprechend, dann begann es aber intensiv zu regnen und regnete bis nach Genova. Glücklicherweise hörte es auf kurz bevor wir eingeparkt haben. Unser Auto steht nämlich etwas 400 m vom Hotel. Dafür wohnen wir recht romantisch. Unser Hotel Citta Vecchia liegt in einem alten Haus in einer so schmalen Gasse, dass hier nicht einmal das kleinste Auto einfahren könnte. Fotos wird es erst morgen geben, wir hoffen, dass das Wetter sich bessert.

14.10. Von Girona nach Salon de Provence

Heute gibt es einen kurzen Blogeintrag. Wir hatten über 400 km zu fahren. Weil ich es schöner finde, Autobahnen zu meiden, dauerte die Fahrt über 6 Stunden und war eigentlich unser einziges Programm heute. Das Hotel Premiere Classe in Salon De Provence ist sehr einfach und ähnlich an die Formule 1 Hotels. Ist nur darum besser, dass wir eigenes Bad und WC haben.

13.10. Girona

Heute war die Besichtigung von Girona am Programm. Nach den Fotos vom Hotel gingen wir zuerst über Plaza de Catalunya. Unter diesem Platz-Brücke fließt der fast wasserlose Rio Onyar. Ich wollte wissen, wie man Girona richtig ausspricht und was das Symbol der gelben Schleife bedeutet, dem wir überall in Katalonien begegneten. Ich fragte einen alten, sehr gut aussehenden Mann. Die Antwort war ein Erlebnis. Er hat mir mindestens 10 Minuten im schönen langsamen Spanisch die Geschichte Kataloniens erzählt. Die Schleife steht natürlich für die Bewegung um die Unabhängigkeit. Zum Schluss sagte er uns, dass er 87 Jahre alt ist und entschuldigte sich, dass er mit einem Stock gehen muss.

Dann holten wir uns im Infozentrum eine Karte und stiegen auf die Stadtmauern hoch. Sie waren nicht so lang und hoch wie die in Avila. Die Sonne schien schön und stand sehr günstig und so gab es unzählige Fotomotive.

Bei der Kathedrale gingen wir wieder herunter und schlenderten durch die malerischen engen Gassen.

Nach einem sehr guten Mittagsessen in einem indischen Restaurant gingen wir über eine Fußgängerbrücke auf die andere Flussseite und nahmen Kurs zum Hotel. Morgen müssen wir uns von Spanien verabschieden, die nächste Nacht schlafen wir schon in der Provence in Frankreich.

12.10. Über Montserrat nach Girona

Jitkas digitale Laubfrösche im Handy haben für heute ab 11 Uhr Sonne vorausgesagt und so fuhren wir mit dem Auto oben zum Kloster von Montserrat. Bei der Anfahrt zum Parkplatz erlebten wir fast eine Stunde Stau. Das störte uns aber nicht. Der Nebel war dichter als gestern und so hörten wir uns unsere Hörbücher an und hatten keine Eile. Endlich konnten wir einparken und gingen einige Hundert Meter zum Kloster. Die Menge der Autos, Busse und Menschen war unglaublich. Es ging uns wieder durch den Kopf: „Um Gottes Willen, wie kann es hier in der Hochsaison ausschauen?“ Der Nebel war immer dichter und wir immer enttäuschter.

So gingen wir essen und nach einer Weile war die Sonne da. Wir fuhren gleich mit der Standseilbahn Funicular de Sant Joan nach oben und konnten endlich die wunderschönen Felsen und Aussichten ins Tal fotografieren.

Die Fahrt nach Girona ins Hotel Carlemany dauerte etwa zwei Stunden. Wir leben wieder in einem großen Hotel und genießen den Komfort.

11.10. Von Saragossa nach Monistrol de Monserrat

Als wir voriges Jahr in Barcelona waren, mussten wir den Ausflug zum Kloster Montserrat aus Zeitgründen auslassen. Heuer sprach nichts dagegen es in die Planung aufzunehmen. Wir buchten eine Nacht in Hostal Guilleumes in Monistrol de Montserrat und fuhren so schnell wie möglich dorthin damit wir noch heute den Berg besuchen können. Waze führte uns brav über Collbato, kurz danach war aber die Straße zu. Wir mussten zurück zu der vorherigen Ausfahrt und einen längeren Weg über die Berge nehmen. Das hat aber gelohnt. Wir kamen mit dem Auto sehr hoch und genossen herrliche Aussichten.

Das Hotel war noch zu und so aßen wir in einer Pizzeria und fuhren gleich zum Bahnhof der Zahnradbahn (Cremallera) und damit oben zum Kloster. Das Wetter unten war schön sonnig, die Gipfel der Berge waren aber in Wolken verhüllt.

Wir setzten trotzdem die Fahrt mit der Standseilbahn Funicular de Sant Joan weiter oben fort. Dort wanderten wir 15 Minuten im Nebel zur Kirche Sant Joan und stellten uns vor, wie wunderschön die Blicke ins Tal sein könnten. Schade, gegen das Wetter ist man wehrlos.

Auf der Klosterebene wanderten wir durch den Bau und von einer Aussicht zu der nächsten. Die Berge warfen zu der Zeit aber schon lange Schatten ins Tal. Wir müssen morgen nochmals vormittags kommen. Inzwischen ist eine E-Mail mit Zugangsdaten zu unserem Zimmer gekommen und so konnte wir nach der Rückkehr gleich einziehen. Das Zimmer ist nicht schlecht, wir müssen aber zwei Stockwerke ohne Aufzug bewältigen. Da wir nur eine Nacht bleiben, ließen wir den großen Koffer im Auto und machten uns den Aufstieg leichter.

10.10. Saragossa

Heute war die Stadt Saragossa (spanisch Zaragoza) am Programm. Zuerst gingen wir über die Brücke Puente del Pilar. Sie war schön und interessant. Die alte Konstruktion diente nur den Fußgängern und Radfahrern und auf beiden Seiten wurden neue Brücken für den Autoverkehr gebaut. Von hier fotografierten wir Basilica del Pilar und die alte Puente de Piedra im schönen Licht. Vor ihr war eine Sandinsel, die von Hunderten Tauben besiedelt wurde.

Wir gingen weiter auf dem nördlichen Ufer und machten Fotos von der Basilica del Pilar und von der Catedral de El Salvador. Über die Brücke Puente de La Almozara (sie hatte wieder einen autofreien mittleren Teil) und Plaza Europa kamen wir dann bis zu der Festung La Aljaferia. Schade, dass jedes schöne historische Objekt durch die unzähligen Autos verschandelt werden muss.

Es war langsam Zeit etwas zu essen und so gingen wir vorbei an Plaza Toros Misericordia bis zum Platz vor der Basilica, wo wir gestern schöne Tapas gesehen haben. Danach gingen wir über die alte Brücke und zurück und vorbei an Museo del Teatro de Caesaraugusta zurück ins Hotel. Zum Schluss entdeckten wir noch eine schöne Kirche am Ende unserer Straße und damit war die Besichtigung von Saragossa und unsere Kräfte am Ende.

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