9.9. Von Santander nach Espinama – Santillana del Mar

Seit einigen Tagen prophezeit Jitka mit ihrer Wetter-App, dass es die ersten zwei Tage in Picos de Europa regnen wird. Ja, ein regnerisch Tag ist zwar Schade aber dafür könnten wir uns ein bisschen ausruhen. Der Himmel war wirklich in der Früh bedeckt und besser war es auch nicht bei unserem ersten Stop in Santillana del Mar. Wir kamen dort schon um neun Uhr an und die Stadt war noch angenehm leer. Es gab viele schöne Häuser und Kirchen zum Fotografieren.

Dann fuhren wir weiter bis wir zu Picos de Europa kamen. Die Straße schlängelte sich zwischen steilen Felsen und das Wetter war wieder schön. Kurz vor dem Ziel aßen wir in Casa Fofi zu Mittag. Hostal Nevandi liegt in Espinama und ist es ein schönes altes Haus. Das Zimmer ist groß und sehr angenehm ist auch, dass wir hier drei Nächte verbringen werden ohnen längere Strecke weiter fahren zu müssen.

8.9. Cabarceno und Santander

Heute war Naturpark Cabarceno auf dem Programm. In Prager ZOO wurde im Jahre 2004 die erste Gorilla in Tschechien Namens Moja geboren. Im Jahre 2011 übersiedelte sie nach Cabarceno und brachte dort das erste Baby, Männchen Duni in 2013 zur Welt. Klar, dass wir sie und ihr Kind sehen wollten.

Als ich auf die Karte des Parks schaute, wunderte ich mich, warum drinnen im ZOO so viele Parkplätze sind. Wir waren uns sofort einig, dass wir das Auto draußen lassen und drinnen uns zu Fuss bewegen werden. Das war aber ein Irrtum. Der Park ist riesig in einer wunderschönen Landschaft zwischen steilen Hügeln positioniert. Zwischen den einzelnen Tiergehegen liegen oft mehrere Hundert Meter. Außerdem verkehrt dort in vier Teilen eine Gondelbahn von der kann man die Tiere aus der Höhe beobachten. Die meisten Straßen sind Einbahnen und führen zwischen steilen Felsen.

Wir waren an der Einfahrt in den Park schon um neun und mussten noch eine halbe Stunde warten. Zuerst fuhren wir zu den Gorillas. Leider war keine Pfleger da, der uns helfen konnte Moja und ihr Kind zu identifizieren. Macht nichts, müssen wir halt später nochmals kommen. Gleich vis a vis waren die Tiger und ein schöner Aussichtspunkt.

Dann fuhren wir alle vier Abschnitte der Gondelbahn durch und beobachteten sowohl die Tiere als auch die Landschaft von oben. Von dem höchsten Punkt war eine schönen Aussicht bis nach Santander.

Nach dem Mittagsessen fuhren wir den ganzen Park durch und beobachteten noch viele weitere Tiere.

Zum Schluss wollten wir noch einmal zu Gorillas. Diesmal hatten wir Glück. Eine Frau hat uns Duni und Moja gezeigt.

Na ja, wir schliefen in Santander, einem der bekanntesten Urlaubsziele in Spanien. Nach einer kurzen Erholung im Zimmer mussten wir mindestens kurz auf die Strandpromenade gehen. Ich sag‘ euch aber: „Wir waren fertig!“

7.9. Von San Sebastian nach Santander – Park Urkiola

Als den Zwischenstop wählten wir den Park Urkiola, der schön hoch in den Bergen liegt. Wir parkten bei dem Restaurant Bizkarra. Ein Mann sagte uns, dass in nur 5 Minuten ein Aussichtspunkt liegt. Den besuchten wir gleich. Wir sahen dort eine Verkehrswarnung, aus der zwei Sachen ersichtlich sind. Erstens wie unterschiedlich Baskisch (links) vom Spanischen (rechts) ist und zweitens wie ungerecht es ist, dass eine Kuh niemandem Vorrang geben soll.

Dann gingen wir zum Infozentrum Toki Alai, das etwa 300 m bergauf lag. Die Dame gab uns die Karte mit einer 8 km langen leichten Wanderung zum Hügel Saibi. Unterwegs haben wir uns mit exzellenten, reifen Brombeeren vollgestopft. Die Aussichten waren herrlich. Der Weg war sehr gut markiert. Auf Abzweigungen, die einen irreführen konnten, waren sogar Symbole mit gekreuzten Farben der jeweiligen Markierung. Schön war auch der Blick auf die Kirche in Urkiola.

Nach zwei weiteren Stunden kamen wir in Santander an. Das Hotel Estudios Aranzazu liegt im Zentrum in einer Sackgasse. Die Frau an der Rezeption sagte uns, dass wir Glück haben und wenn wir Platz hinter der blauen Linie finden, können wir bis Montag gratis parken. Wir fuhren durch ein paar Straßen und landeten dann in einer Parkgarage auf Mexico Plaza. Ich glaube, das Herumfahren könnte mehr an Sprit kosten als die Parkgebühr. Auf dem Rückweg zum Hotel kauften wir noch Einiges an, unter anderem den echten Pilsner.

Es gab nur ein kleines Problem. Den Rest vom Schimmelkäse konnten wir beim Auspacken nirgends finden. Die Vorstellung, dass er im Auto sein Aroma ausbreitet war nicht verlockend. Als Jitka heute Müsli zum Frühstück vorbereiten wollte, fand sie das Stück in der Schachtel. Dann erinnerte ich mich, dass ich es dort selbst gegeben habe.

6.9. San Sebastian

Die Nächte und morgen sind schon etwas kalt so dass wir uns ziemlich überwinden mussten aus dem Bett zu kriechen. Gleich nach dem Frühstück, etwa um neun, fuhren wir vier Kilometer nach San Sebastian zu einem Gratisparkplatz bei Ibaeta Plaza. Er war komplett besetzt, nur in der Ecke war ein Platz frei, den niemand wegen der schwierigen Einfahrt wollte. So blieb uns nichts Anderes übrig als dort unser Auto nach mehreren Versuchen zu platzieren. Von dort gingen wir zu Fuß zur Standseilbahn auf Monte Igueldo um schöne Aussichten auf San Sebastian zu geniessen. Es kam leider zu einer Fehlplanung, die Sonne stand uns gegenüber, wir sollten am Nachmittag hinfahren. Deswegen machte es auch keinen Sinn auf den Aussichtsturm aufzusteigen. Auf dem Berg oben gibt es viele Attraktionen für die Kinder. Die Bergbahn und die Bootsfahrt im Kanal haben wir ausprobiert.

Wir fuhren mit der Seilbahn wieder hinunter und gingen an dem wunderschönen Sandstrand bis zum historischen Stadzentrum. An einer Stelle konnte man über ein paar Stufen über einen Felsvorsprung gehen. Wir machten aber lieber einen längeren Umweg. Sollte dort nämlich einen die richtige Welle erwischen, wäre man von Kopf bis Fuss naß.

Das Zentrum war reich an schönen Häusern, historischen Bauten und Touristen. In einem Restaurant haben wir zum Schluss Pinchos (Tapas) gekostet und fuhren dann mit dem Bus zurück zum Parkplatz.

5.9. Von Bordeaux nach San Sebastian – Saint Martin de Hinx

Heute verlassen wir Frankreich und kommen nach Spanien, wo ich mich besser werde verständigen können. Wir müssen aber schon sagen, dass wir diesmal in Frankreich viel erfolgreicher mit Englisch waren als vor ein paar Jahren. Nur die kleinen Restaurants am Lande bleiben hart und zeigen keine Bereitschaft anders als französisch zu sprechen. So war das auch bei den heutigen Zwischenstop in Saint Martin de Hinx. Bei der Durchfahrt haben wir schöne Häuser bemerkt und so entschieden wir uns ein paar Fotos zu machen und gleichzeitig dort auch zu essen. Die Wirtin in Les Arcades war aber derart unfreundlich, dass ich nur ein Bier trank und wir verschwanden wieder.

Camping Igara bei San Sebastian fanden wir dank Waze problemlos. Die Unterkunft in einem Wohncontainer ist einfach, es ist aber mit drei Räumen und Bad sehr viel Platz hier. Zum Abendessen gingen wir in das hiesige Restaurante Mario’s. Jitka hatte Tagliatelle Bolognese und ich Rinderribs. Beides war sehr gut. Das erste Mal auf unserer Reise habe ich ein ordentliches Bier (einen Krug von einem Liter) bekommen. Das war auch der Grund, warum ich den Blog erst in der Früh schreibe.

4.9. Bordeaux

Zuerst haben wie ein paar Fotos von unserer Unterkunft gemacht.

Für die Erkundung von Bordeaux haben wir den Bus von CityTours gewählt. Vor der Abfahrt gingen wir noch auf die Esplanade des Quinconces, einen der größten Plätze in Europa zum Monument aux Girondins.

Der Bus war kein typischer HopOn HopOff Bus, aber in der 70 Minuten langer Fahrt haben wir von oben schon sehr viel gesehen und konnten uns das deutsche Komentar anhören. Ganz verlustfrei war die Aktion aber nicht. Meine Lesebrille, die ich in der Früh mit Pflaster zusammengeflickt habe, ist zerfallen. Ich fand aber glücklicherweise das lose Glas beim Aussteigen auf dem Sitz.

Weiter ging es durch das historische Zentrum zu Fuß. Der Höhepunkt dabei war der (verdammt mühsame) Aufstieg auf den Turm Pey-Berland. Die Aussichten waren herrlich. Die Dächer der Altstadt haben uns an Prag oder Graz erinnert.

Auf dem Kai sind wir bis zum alten Segelschiff gegangen und haben uns auf einer bewässerten Fläche erfrischt.

Wir waren schon ziemlich müde und so haben wir dann in den öffentlichen Park abgebogen und dort haben wir es sogar geschafft kurz zu sitzen. Ein Luxus, wenn man nur einen Tag für die schöne Stadt hat, nicht wahr?

Das letzte von dem heutigen Tag war das Einkaufszentrum Meriadeck. Bei Mango hat sich Jitka eine Bluse gekauft. Das schönste kam aber zum Schluß – in einem Papiergeschäft hat Jitka ein Regal mit Lesebrillen gefunden. Hurra! Ich kann wieder ordentlich auf das Notebook sehen (mindestens solange ich damit nicht wieder etwas anstelle).

3.9. Von Nantes nach Bordeaux – Park Marais Poitevin

Damit wir etwas mehr vom Tag haben als nur die Überfahrt, haben wir einen Stop in Park Marais Poitevin eingelegt. Im Infozentrum in Maillezais bekamen wir Informationen über die Bootsfahrten. Ursprünglich wollten wir ein Boot mit Guide haben, es war aber keiner frei. Dann habe ich doch selbst fast zwei Stunden gepaddelt. Es war nicht sehr anstrengend, eher eine wirksame Übung für die Wirbelsäule. Wir sind auf der gut markierten gelben Runde gefahren. Die Landschaft war herrlich, das Wetter angenehm. Es gab aber auch Verluste, glücklicherweise nicht an der Besatzung sondern an meinen Brillen. Die Sonnenbrille hat mir ein Ast vom Kopf ins Wasser gerissen und die Lesebrille, die mir auf der Brust hing, habe ich beim Aussteigen und Ausrutschen teilweise zerquetscht.

Nach der Bootsfahrt haben wir an der Anlegestelle noch gegessen uns sind dann gute drei Stunden im starken Verkehr nach Bordeaux gefahren. Das Hotel Au Coeur de Bordeaux ist ein liebes altes Haus im Zentrum (Fotos kommen morgen) und der Inhaber spricht gut verständliches Englisch. Das Auto mussten wir in einem Parkhaus platzieren und auf dem Weg zurück gingen wir noch in eine Pizzeria. Natürlich beide ohne Lesebrille. Das junge Personal hat uns mit der Menükarte geholfen und ich habe Ihnen dann den Rat gegeben: „Werdet lieber nie alt…“

2.9. Nantes

Wir wollten zuerst die Aussicht aus dem 32. Stockwerk des Tour Bretagne gegenüber unserem Hotel geniessen. Am Eingang erfuhren wir, dass sie heute und morgen zu haben. Ja, gestern hätten wir genug Zeit dafür, wer konnte das aber wissen?

Dann gingen wir an der Kathedrale Saint-Pierre vorbei zum Schloss der Herzöge der Bretagne, dem letzten der Loire-Schlösser vor der Mündung in Atlantik. Es war heute auch zu, wir konnten aber alle Mauer und Türme besteigen, rund um das Schloss gehen und so waren wir mehr als zufrieden.

Danach besuchten wir den Botanischen Garten. Der war groß und schön und wir haben dort auch zu Mittag gegessen. Es war dort eine interessante Attraktion: Wenn man an einem Rad gedreht hat, sind im danebenliegenden Teich diverser Kreaturen aufgestiegen.

Zum Schluß wollten wir noch einmal zum Place Royal gehen, wo wir gestern die Skulpturen sahen. Der ganze Platz war aber eingezäunt und die Exponate wurden bereits abtransportiert. Im Internet habe ich gefunden, dass sie 500 Stück waren und dass sie über Internet verkauft wurden. Dann haben wir dort nur Kaffee und Waffel gegessen und gingen an der Kirche Saint Nicolaus vorbei zurück ins Hotel.

1.9. Von Angers nach Nantes – Goulaine

Heute wollten wir das letzte Schloss aus unserer Auswahl besuchen, das in Goulaine. Kurz vor dem Ziel gab es plötzlich einige Strassensperren, überall waren Menschen in gelben Vesten. Es war Sonntag und man hat hier in der Umgebung eine Fahrradrallye unternommen. Der letzte Organisator sagte uns, dass das Schloss bis 14 Uhr gesperrt ist. Wir haben uns nicht abschrecken lassen, parkten um die Ecke und dort fanden wir einen offenen Eingang ins Areal. Damit haben wir alles gesehen, was wir sehen wollten (das Innere interessiert uns sowieso weniger).

Unsere Unterkunft in Nantes, das Hotel Le Petit Duquesne liegt schön im Zentrum der Stadt, das hat aber seinen Preis. Trotzdem dass wir einige Einfahrtsverbote ignorierten, konnten wir nicht näher als etwa 30 m zum Hotel kommen. Das Auto musste ich dann in einer öffentlichen Parkgarage unter dem Turm von Bretagne abstellen. Wir gingen fast gleich in die Stadt, weil wir vor allem den Park Les Machines de I’lle sehen wollten und der hat morgen zu. In einer Pizzeria aßen wir zu Mittag und über eine Fußgängerbrücke waren wir bald am Ziel. Besonders schöne Wolken haben uns begleitet.

Im Park schauten wir uns zuerst das Karussell mit vielen beweglichen Tieren und Geräten an.

Inzwischen setzte sich die Hauptattraktion, der 12 m hohe Elefant in Bewegung, röhrte schön und bespritzte die Menschen mit Wasser aus dem Rüssel.

Zum Schluss besuchten wir noch eine Fotoaustellung und gingen dann zurück ins Hotel. Die Besichtigung der Stadt ist für morgen geplant. Als Vorgeschmack haben uns viele Skulpturen am Place Royal überrascht.

31.8. Brissac, Serrant und Angers

Nachdem ich ein Foto vom Hotel machte, fuhren wir nach Brissac. Dort kamen wir um halb zehn an, die Kassa öffnete aber erste um zehn. So gingen wir noch durch die alte Stadt und entdeckten ein interessantes technisches Denkmal – eine mit Motor betriebene Weinpresse, die momentan zu einem Blumentopf umfunktioniert wurde.

Brissac ist das höchste Schloss in Frankreich. Drinnen waren wir nur in der alten Küche. Wir spazierten viel im Park an einem Kanal der leider wie immer zu wenig Wasser hatte.

Dann fuhren wir über Angers nach Serrant. Dieses Schloss besichtigten wir auch von innen. Der Bau ist sehr schön vom Wasser umgeben.

Dann mussten wir uns aber schon im Hotel ordentlich ausruhen bevor wir zum Schloss von Angers gingen. Dort war gerade ein Minizug vor der Abfahrt, dann stiegen wir ein und schonten unsere Beine. Nach der Besichtigungsfahrt gingen wir noch in die Pizzeria und an der Kathedrale vorbei zurück.

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