30.8. Von Tours nach Angers – Villandry, Le Riveau

Auf dem Wege nach Tours besuchten wir heute zwei Schlösser. Zuerst fuhren wir zu Villandry. Das Schloss selbst ist nicht so außerordentlich wie seine Gärten. Besonders der Gemüsegarten war herrlich. Das Gemüse wird hier zweimal im Jahr gesetzt und ist nicht zum Verzehr bestimmt, dient nur als Zier.

Danach wollten wir nach Le Riveau. Waze hatte ab und zu kein Telefonsignal und ärgerte uns genug. Zuerst wollten wir etwas essen und waren unangenehm überrascht, wenn die Kellnerin uns nach der Reservierung fragte. Nach einer Viertelstunde Wartezeit war dann doch alles in Ordnung, zwei bunte Salate, Apfesaft und trinkbares Bier. Das Schloss war schön, die Gärten nicht so groß wie vormittags, dafür aber mit unterschiedlichsten Kunstwerken. Die Vorbereitungen für ein Kürbisfest am 8. September waren offensichtlich auch schon voll im Gange.

Nach etwas über eine Stunde Fahrt kamen wir in ibis Styles Angers Centre Gare an. Wir haben ein angenehm großes Zimmer mit Klimaanlage, was besonders Jitka sehr freut.

29.8. Chenonceau und Amboise

Heute waren zwei Schlösser am Programm – Amboise, wo in der Nähe auch ein Park mit 41 Miniatur-Schlössern ist und Chenonceau. Die Reihenfolge war eigentlich egal. Ich verwählte mich nämlich im Waze um eine vorbereitete Zeile und so landeten wir zuerst in Chenonceau. Das Schloss war sicher eines der schönsten an der Loire. Wir mussten uns eine Eintrittskarte kaufen und so haben wir uns diesmal auch das Innere des Schlosses angeschaut.

Nach der Besichtigung gingen wir gleich sicherheitshalber Fish & Chips essen und dann in den Irrgarten. Jitka hat leider den Weg daraus immer gefunden.

Dann fuhren wir endlich nach Amboise. Wir parkten auf der Insel ein und gingen über die Brücke zum Schloss. Erst dort wurde ich mir bewußt, dass wir zu dem Miniaturpark noch ein paar Kilometer zu fahren haben und so gingen wir wieder zurück zum Auto.

Ich habe überhaupt einen schwächeren Tag gehabt. Offensichtlich schreitet die Arthrose vom meinem Hüftengelenk weiter nach oben bis zum Hirn. In dem Eingang zum Park waren zwei Kassen. Eine für die Eintrittskarten – dort habe ich die Kreditkarte vergessen. Bei der zweiten haben ich mein Getränk und Jitkas Magnum bezahlt. Auf die Kreditkarte passte ich gut auf, die Flasche ließ ich dort aber stehen und folgte Jitka nach außen. Der Park war einzigartig. 41 Modelle im Maßstab 1:25 waren deswegen so schön, weil man sie von oben wie vom Flugzeug sehen konnte.

Der Tag fand einen gemütlichen Ausklang in der benachbarten Pizzeria wo wir auch den Tagesmangel an Flüssigkeiten nachholten.

28.8. Von Orleans nach Tours – Chambord, Beauregard, Blois

Heute haben wir Orleans wieder verlassen mit dem Ziel auf dem Wege nach Tours drei Schlösser zu sehen. Der erste war Chambord – das schönste von allen drei. Die Mannigfaltigkeit seiner Türme war einzigartig. Im Park haben wir auch einen Gemüsegarten besucht. Für die Fahrt am Kanal haben wir einen Elektrowagen gemietet, dass wir bei der Hitze nicht marschieren mussten.

Das zweite Schloss war Beauregard. Der Bau selbst war nicht so interessant wie bei Chambord. In einem kleinen Cafe neben dem Schloss haben wir Käse gegessen und Apfelsaft getrunken. Dann sind wir durch den Park mit großen Bäumen, einer Sammlung von verschiedenen Eichen und einem Blumengarten mit Porträts zurückgegangen.

In Blois war das Schloss inmitten der Stadt. Daneben haben wir uns in ein kleines Restaurant gesetzt und haben in der Nähe etwas ganz Interessantes gefunden. Es war dort ein Museum vom Erfinder Robert Houdin. Jede halbe Stunde erschienen in den Fenstern fünf Drachenköpfe, die sich bewegt haben. Die Stadt Blois selbst wäre sicher eines längeren Spaziergangs wert, wir haben aber leider keine Kraft mehr dafür gehabt.

Wir waren froh, als wir im Brit Hotel Essentiel Tours Nord angekommen sind. Wir wollten noch etwas zum Trinken kaufen und so sind wir zu Fuß ins naheliegende Einkaufszentrum gegangen. Das war ein erschreckendes Erlebnis. Ja, wir sind schon zu alt und erinnern uns noch an die Zeiten als man drei Sachen in fünf Minuten um die Ecke kaufen konnte.

27.8. Sully sur Loire und Orleans

Nachdem wir ein Foto vom Balkon und vom Hotel von der Straße schossen, sind wir zu dem ersten Schloss der Loire – Sully sur Loire aufgebrochen.

Das Schloss selbst war wunderschön, nur im Kanal rundherum war zu wenig Wasser und es hat dort dementsprechend gestunken. Das Innere von historischen Bauwerken interessiert uns nicht so viel und so haben wir noch im Park bis zur Lourdesgrotte spaziert.

Anschließend haben wir uns die Ortschaft Sully sur Loire angeschaut.

Rund um Mittag waren wir zurück im Hotel und nach einer kurzen Pause wollten wir den historischen Teil von Orleans kennenlernen. Da wir auch schon hungrig waren und wollten nicht auf „kitchen closed“ wie in Nancy warten, landeten wir im ersten Restaurant Studio 16 auf dem Place du Martroi. Jitka hat Salat Ceasar und ich eine Veggie-Burger genommen. Sogar das französische Bier hat mir gut geschmeckt, leider habe ich aber den Namen schon wieder vergessen.

Danach gingen wir zu der Cathédrale Sainte-Croix . Sie war riesengroß und sehr schön. Auf der Straße Rue de Jeanne d’Arc haben wir die Blumensäulen bewundert.

Trotz der unangenehmen Hitze gingen wir dann bis zum Ufer der Loire mit einer Reihe von Platanen. Da muss ich noch alle deutsprachigen Touristen vor der Zusatztafel an vielen Verkehrszeichen warnen. Wer der Aufschrift unübersetzt folgt, trägt selbst die Verantwortung.

Über einen etwas anderen Weg sind wir dann zurück ins Hotel gegangen. Es war noch unbedingt notwendig einen Halt für einen Eiskaffee und einen Edelweiß einzulegen.

26.8. Von Nancy nach Orleans – Chartres

Das Frühstück im Hotel war nicht besonders, wir haben es aber mit eigenem Zwetschkenfleck und eigener Marillenmarmelade ausgebessert. Das waren noch die Reste von zu Hause, weil wir den Kühlschrank für zwei Monate ganz ausschalten wollten.

Die Strecke war heute zum letzten Mal über die 400 km. Da wir der WAZE Navigation den Auftrag erteilt haben, Maut zu vermeiden, war die Fahrt interessanter und schöner als auf der Autobahn zu rasen. Außerdem waren da Abschnitte auf vierspurigen Autostraßen, wo 110 kmh erlaubt waren. Da ging es schon schneller voran, abgesehen davon, dass der Verkehr nicht so dicht wie in Deutschland war.

Einen Zwischenstopp haben wir in Chartres eingelegt. Wir haben über die Kathedrale gelesen und wollten die sehen. Sie ist wirklich des Besuchs wert.

Danach haben wir uns in ein Cafe Bleu zur Erfrischung gesetzt. Jitka hat ein Fruchtsalat genommen und ich eine Käseplatte. Beides war sehr gut. Ich wollte aber mal eine andere Biersorte kosten als Heineken, das zwar ein normales Bier ist, schmeckt mit aber nicht sehr gut. Die Kellnerin konnte meine Frage nach dem französichen Bier nicht beantworten und so habe ich „Monaco“ gewählt. Sie hat mir etwas wie eine Himbeerenlimonade gebracht, es war ein Schock. Muss ich aber sagen, dass das nicht so schlimm war wie vor Jahren mein Experiment mit „Bier“ in Kanada.

Etwa um halb sieben sind wir im Hotel Des Cedres in Orleans angekommen. Das Haus ist etwas älter, das Zimme relativ klein aber gemütlich mit einem ordentlichen Doppelbett ohne Lücke in der Mitte. Was uns aber plagt ist die Hitze.

25.8. Von München nach Nancy

Der Tag hat mit einem sehr guten Frühstück in der Bäckerei Ihle gleich neben dem Hotel angefangen.

Heute war wieder eine lange Überfahrt von etwa 500 km auf dem Programm. Von München nach Nancy im dichten Verkehr mit einigen Staus und einer Umfahrung und meinem gemütlichen Fahrstil (Tempomat auf 110 und Audiobücher hören) hat es fast sieben Stunden gedauert. Nachdem wir uns in ibis Nancy Centre Sainte Catherine einquartiert haben, sind wir in die Stadt aufgebrochen. Wir waren auch schon hungrig und so wollten wir uns irgendwo im Zentrum niedersetzen und etwas Gutes essen. Na ja, um halb fünf ist die gute Zeit weder für Mittags- noch für Abendessen und so haben wir überall nur erfahren, dass die Küche zu ist.

Place Stanislas mit seinen vergoldeten Toren war zwar schön, es hat uns aber nicht so richtig gefreut.

Erst im Parc de la Pepiniere haben wir in einem Selbstbedienungsrestaurant Salat Nicoise bekommen und so konnten wir mindenstens den größten Hunger stillen. Der Park selbst ist groß und schön, mit einem Springbrunnen und vielen Bäumen.

Es gibt eine interessante Straßenbahn in Nancy. Sie hat zwei Stromabnehmer wie ein Trolleybus, nur ein Gleis in der Mitte und Gummiräder.

Zum Schluß gingen wir noch gegenüber dem Hotel über die Brücke in den Park Jardin d’Eau mit fünf kleinen Teichen um sich etwas zu entspannen und dann über die nächste Brücke ins Hotel.

24.8. – Wir starten

Um 9 Uhr sind wir nach Wiener Neustadt gefahren um unseren Sohn zum Bahnhof zu bringen. Dann ging unsere Reise los. Für die erste Übernachtung haben wir Hotel Mc Dreams in Feldkirchen bei München gewählt.

Um die ziemlich langweilige Fahrt über A21, A1 und ab der Grenze über A8 etwas schöner zu machen, haben wir kurz nach dem Grenzübertritt eine Pause in Anger eingelegt. Ich habe dort nämlich eine schöne Kirche gesehen, die ich fotografieren wollte. Auch die Häuser mit Sonnenkolektoren haben mir gut gefallen.

Bei Chiemsee haben wir eine leichte Wanderung von 6 km gemacht. Es war schön sonnig, fast etwas zu warm.

Im Hotel sind wir kurz nach 18 Uhr angekommen.

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