9.10. Von Sauca nach Saragossa – Calatayud

Die Fahrt nach Saragossa dauerte etwa zwei Stunden, die meiste Zeit davon fuhren wir auf der Autobahn. Es waren auf der linken Seite schöne Berge und Täler zu sehen. Als ich die Landschaft über der Stadt Calatayud sah, musste ich abbiegen und suchte mir einen Platz für schöne Fotos. Das war schwierig. Wenn ich freie Sicht auf einen Berg fand, stand eine Fabrikhalle davor.

Unser Zimmer in Hotel Goya in Saragossa war um eins schon fertig uns so konnten wir uns kurz ausruhen und in die Stadt gehen. Im Aufzug fotografierte ich die Wettervorhersage für diese Woche, um die Bekannten in Mitteleuropa etwas zu hetzen. In elf Tagen werden wir uns aber auf die Wärme auch nur erinnern.

Das erste Ziel war gutes Essen im italienischen Restaurant La Tagliatella. Jitka hatte Lasagne Classic und ich Teigwaren mit dreierlei Saucen.

Dann gingen wir über Plaza Espana zum Fluss Ebro zu der alten steinernen Brücke und dann an der Kathedrale vorbei zurück ins Hotel. In Saragossa genauso wie in Bordeaux fahren Straßenbahnen ohne Oberleitung. Ich fand im Internet, dass sie Akkus haben, die in jeder Station von der mittleren Schiene geladen werden.

8.10. Sauca – Von Aragosa nach La Cabrera

Heute war eigentlich unsere letzte Wanderung in diesem Jahr. Nachdem wir nach Hause kommen, können wir zwar ins Leithagebirge gehen, das Wetter wie hier wird es aber nicht mehr geben. Im Fernsehen sahen wir, das der heurige Oktober außerordentlich warm ist. Wir fuhren 30 km nach Aragosa, dort waren wir in einem Garten sogar reifende Tomaten. Unser Weg führte entlang dem wasserarmen Rio Dulce nach La Cabrera, war 7,5 km lang und sehr leicht. Er wurde von schönen Felsen und gelblichen Bäumen gesäumt. Hoch oben waren oft die Greifvögel zu sehen.

In La Cabrera war außer ein paar Häuser und einer schönen Brücke gar nichts zum Trinken oder Essen. Als ich einheimische Männer auf der Straße nach Bier fragte, sagten sie, dass wahrscheinlich übers Wochenende…

So gingen wir wieder zurück. Als wir in der Früh starteten, war es noch ganz kalt, jetzt auf dem Rückweg prallte die Sonne schon ordentlich. Da ich ab und zu Schmerzen in meiner rechten Hüfte habe, hat Jitka ihr Häkeln mitgenommen, damit sie bei den Zwangspausen keine Zeit verliert. Das passierte heute glücklicherweise nur einmal. Kurz nach vier aßen und tranken wir wieder in einer Autobahnraststätte und das sehr gut und reichlich.

7.10. Sauca – Rio Dulce

Wir spazierten gestern noch in unserem kleinen Dorf Sauca und stellten fest, dass es hier außer dem Restaurant in unserem Hotel offensichtlich nichts Anderes zum Essen gibt. Zu unserer angenehmen Überraschung bekamen wir um neun Uhr in der Früh Kaffee und Croissant mit Butter und Marmelade und so sind wir doch nicht vor Hunger verstorben. Sicherheitshalber fuhren wir danach in ein um ein bisschen größeres Dorf Torremocha del Campo in eine Bäckerei, wo auf einen Schild stand „Läutet und wartet, wir bedienen euch gleich“. Und es war auch so. Eine Frau kam und hatte in einem gut riechenden Geschäft unglaubliches Sortiment an diversen Kuchen, Gebäck u.a. Als wir aber nach einem Supermarket fragten, wo wir uns Milch kaufen könnten, brachte sie uns ein Liter (vermute) aus eigenem Haushalt.

Heute war wieder mal eine Wanderung am Programm. Wir fuhren ins Dorf Pelegrina. Kurz davor sahen wir plötzlich eine große Menge an Greifvögeln, die ganz nah über unseren Köpfen kreisten. Ich machte ein paar Fotos mit dem normalen Reiseobjektiv und dann fiel mir ein, dass ich im Kofferraum das 500 mm Tele habe. In der gleichen Sekunde als ich es wechselte, waren die Vögel weg.

Wir bestiegen zuerst die Burg.

Unser Weg führte durch Canyon des Rio Dulce. Der Fluss selbst hatte sehr wenig Wasser, dafür die Berge rund herum waren wunderschön. Die Bäume fingen endlich an sich herbstlich zu färben.

Dann stiegen wir etwas über hundert Höhenmeter hinauf und genossen wunderschöne Blicke von oben.

Auf dem Weg zurück ins Hotel machte ich noch ein paar Fotos von der Straße und von Castillo de La Torresavinan. Zum Schluß gingen an einer Tankstelle kurz vor Sauca ganz gut essen.

6.10. Von Toledo nach Sauca – Consuegra

Erst heute als wir vom Frühstück fuhren, haben wir einen Hinweis im Aufzug bemerkt, dass das Haus auf dem Dach eine Terrasse hat. Die haben wir sofort besucht uns schossen die letzten Fotos von Toledo.

Eine Bekannte hat uns geraten, dass wir die Windmühlen in Consuegra sehen sollten, wenn wir schon in Toledo sind. Consuegra ist eine ganz große Stadt und auf einem Hügel befinden sich zwölf Windmühlen und eine Burg, die gut erhalten sind. Wir kamen allen ganz nah und genossen auch die Aussichten auf die Stadt und herumliegende Landschaft. Als wir zum Auto kamen, fanden wir in der Tür ein Prospekt vom Restaurant Villa Cervantina, wo wir dann wirklich zu Mittag gegessen haben.

Die Fahrt nach Seuca dauerte etwa zwei Stunden. Nach den letzen Städten freuten wir uns wieder einmal in einem kleinen Dorf zu sein, wo man mit dem Auto vor dem Haus stehen bleiben kann.

5.10. Toledo

Nachdem wir ein Foto vom Hotel machten, gingen wir zum Alcazar zu der Station vom HopOn HopOff Bus damit wir heute doch die Beine etwas entlasten. Die Route führte nicht durch die Altstadt (dort würde kein Bus durchkommen), sondern rund herum über die Brücken und Anhöhen, die wunderschöne Blicke boten.

Der schönste Aussichtspunkt war zweifellos der südliche, wo wir unzählige Panoramen schossen und sogar einen Tisch am Rande des Restaurants bekamen. So genossen wir Toledo bei gutem Speis und Trank.

Am Nachmittag stiegen wir unten aus und nutzten die Rolltreppen, die uns ganz oben zu einem Aussichtspunkt brachten. Von hier konnten wir die andere Seite der Stadt sehen und im beiliegenden Restaurant Cocktails trinken.

Bei der nächsten Bus Runde stiegen wir aus und gingen vorbei an der Kirche San Juan de Los Reyes über die Sant Martin Brücke. Ja, man konnte den Fluss auch auf einem Seil hängend überwinden. Wir wollten aber den Jungen nicht den Platz blockieren.

Als letzten Punkt des Tages gingen wir noch einmal von unten nach oben durch die engen Gassen zu Fuß, tranken am Plaza Zocodover Bier und Saft und kehrten dann zum Hotel zurück. Der Abschied von dieser Stadt fiel uns schwer.

4.10. Von Avila nach Toledo – Segovia

Auf dem Weg nach Toledo besuchten wir heute Segovia. Wir parkten bei der Arena Plaza de Toros, warfen einen kurzen Blick hinein und gingen dann an dem Aquädukt ins Zentrum.

Der Aquädukt ist ein bewundernswertes Bauwerk. Er beginnt zuerst mit einer Mauer, dann mit Bögen, die immer höher sind, ab der Rechtskurve gibt es zwei Bögen, bis er unten in der Stadt die volle Höhe entfaltet.

Auf der anderen Seite stiegen wir zu einem Aussichtspunkt hinauf und gingen dann an der Kathedrale vorbei bis zum Alcazar. Ein kurzer Teil der Stadtmauern war zugänglich, das nutzten wir auch aus.

Von Alcazar gab es wunderschöne Blicke auf die Kathedrale und auch auf die Landschaft unten im Tal. Wir aßen dort eine Pizza und gingen durch die Altstadt zurück zum Auto.

Die Anfahrt zum Hotel Santa Isabel in Toledo war durch die engen Gassen eher unangenehm und wir waren froh als das Auto in einer Garage stand.

3.10. Avila

Gestern haben wir die Stadt von oben von den Mauern gesehen, heute wollten wir sie zu Fuß durchwandern. Zuerst besuchten wir den Park San Antonio, der unmittelbar hinter unserem Hotel liegt. Von dort gingen wir südlich zu Real Monasterio de Santo Tomas. Dort sahen wir zum ersten Mal den Touristenbus El Tranvia (schaut wirklich wie eine Straßenbahn aus), mit dem wir um 17 Uhr fahren wollten.

Dann gingen wir durch die Mauern in die Innenstadt und machten eine Runde. Dabei konnten wir die imposanten Türme von unten beobachten.

El Tranvia fährt gleich neben dem Restaurant Las Murallas ab, wo wir gestern gegessen haben. So blieben wir auch heute dort sitzen, weil wir uns befürchtet haben, dass ein großer Andrang kommt. Es ist doch Nebensaison, wie waren insgesamt nur sieben Menschen. Der Höhepunkt der Reise war der Aussichtspunkt Cuatro Postes (Vier Säulen). Auch bei der Rückfahrt konnten wir schöne Fotos von den Mauern machen.

2.10. Von Salamanca nach Avila

Auf der etwa einstündiger Strecke nach Avila fanden wir keinen interessanten Ort für einen Zwischenstopp. Avila soll eine wunderschöne Stadt sein. So fuhren wir direkt ins Hotel Exe Reina Isabel, lagerten die Gepäckstücke neben der Rezeption, parkten das Auto in der Garage und gingen in die Stadt. Es waren etwa zehn Gehminuten bis zum Infozentrum an der Mauer. Zuerst gingen wir in das Restaurant Las Murallas (Stadtmauern) essen.

Wir wollten mit einem Touristenbus fahren, in der Nebensaison müssten wir aber auf ihn bis 17 Uhr warten. Also kauften wir uns Tickets für die Stadtmauern. Die sind zweifellos die größte Attraktion hier. Sie sind 2.516 Meter lang und glücklicherweise sind „nur“ 1.700 Meter in zwei getrennten Abschnitten zugänglich. Wir gingen alles durch, bestiegen über hohe Steinstufen unzählige Türme, erlebten wunderschöne Aussichten und zum Schluss waren ganz fertig.

Rund um sechs Uhr schleppten wir uns aus letzten Kräften ins Hotel, bekamen unser Zimmer, kauften uns vis a vis dem Hotel einige Süßigkeiten und im Hotelkaffeehaus den Kaffee und erholen uns langsam.

1.10. Salamanca

Der positive Eindruck von gestern hat sich heute hundertmal bestätigt. Salamanca ist eine sehenswerte Stadt. Zuerst gingen wir in die Garage, um vom Auto unsere Fleece-Jacken zu holen. Es war doch etwas kälter als gestern abends. Dann gingen wir ins Infozentrum und ich fragte, auf welche Türmer wir aufsteigen können. Sie waren zwei und auf den Torre de la Clerecia war heute der Eintritt gratis. Schnaufi, schnaufi und langsam waren wir oben. Man konnte eigentlich oben zwischen zwei Türmen gehen und auf beide noch höher bis zu den Glocken aufsteigen. Die Aussichten waren unbeschreiblich schön. Unter anderem konnten wir die Kathedrale mit dem zweiten geplanten Aufstieg sehen.

Dann gingen wir über die Brücke Puente Enrique Estevan auf die andere Flussseite, um die Kathedrale und die römische Brücke zu fotografieren. Das Wetter hat sich aber allmählich verschlechtert. Wir gingen über die römische Brücke zurück und landeten bei guten Tapas.

Während unserer Pause im Hotel erschien wieder die Sonne und wir gingen um fünf Uhr zur Kathedrale. Der Weg auf den Turm führe durch das Innere des Baus und über Stege zwischen den Türmen. Als wir gerade oben bei den zwölf Glocken waren, begann eine zu läuten. Das war ein Klang und Schreck!

In einer Pizzeria fand dann der Abend einen gemütlichen Ausklang.

30.9. Von Galende nach Salamanca – Park der Seen von Villafafila

Auf dem Weg nach Salamanca liegt ein interessantes Naturgebiet – Reserva Natural de las Lagunas de Villafáfila. Es sollten dort ganz große Wasserflächen sein. Wir konnten zwar nicht erwarten, dass man zu dieser Jahreszeit gegen Mittag viele Vögel sieht, ein Spaziergang dort wäre aber leicht und schön. Als wir dort ankamen, erlebten wir einen Schock: sämtliche auf der Karte aufgezeichnete Wasserflächen waren hundertprozentig ausgetrocknet. Angeblich geht es den Lacken in Illmitz am Neusiedler See nicht besser. In Otero de Sariegos fanden wie nur einen geschlossenen Beobachtungsturm und ein zerfallenes Dorf.

Zum Mittagsessen fuhren wir in eine große Stadt Zamora. Nach einer Stunde kamen wir dann in Salamanca im Hotel Salamanca Suite Studios an. Wir werden zwei Nächte in einem großen Hotel auf einem schönen Platz verbringen und viel Komfort und gutes Frühstück genießen.

Wir gingen gleich in die Stadt und sahen, dass es eines Besuchs wirklich wert ist. An vielen schönen Gebäuden spazierten wir durch die Fußgängerzone bis zu der alten römischen Brücke und zurück. Eine ordentliche Stadtbesichtigung ist für morgen geplant.

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