Der heutige Tag war im Zeichen eines Spiels mit dem Wetter und mit dem letzten Augenblick. Ich erkläre alles später.
Zuerst zu unserem Hotel. Es liegt schön an einem Berghang und es hat einige Zeit gedauert, bis wir begriffen haben, dass unser Zimmer zwei Stockwerke UNTER der Rezeption liegt. Das Frühstück war sehr gut genauso wie die Aussicht aus dem Speisesaal. Es hat geregnet und die Wettervorhersage war für den ganzen Tag schlecht.
Wir fuhren zuerst zum Aussichtspunkt Mirador de Muronovo. Der Wegweiser schien auf etwas bergab führende Straße zu zeigen, so fuhren wir zuerst hin. Sie endete aber bald bei ein paar Steinhäusern. Die Fotos könnten noch schöner sein, wenn mich ein großer freilaufender Hund nicht unfreundlich angebellt hätte. An den Windrädern vorbei kamen wir dann doch zu dem Mirador. Die Aussichten waren herrlich, etwas mehr Sonne würde nicht schaden, es regnete mindestens nicht.
Am Leuchtturm Faro de Cabo Ortegal war das Wetter schon besser. Auf dem Rückweg teilten wir uns in Carino einen Fisch zum Mittagsessen. Und dann war es mit dem schönen Wetter plötzlich aus. Am Mirador da Miranda hat es so viel geregnet, dass wir nicht einmal aus dem Auto ausstiegen. Das einzige Foto schoss ich durch die Windschutzscheibe.
Als wir uns zum Aparthotel Attica21 As Galeras näherten, wurde das Wetter immer schöner, die Sonne schien herrlich. Wir haben uns aber entschieden, den Ausflug zum nur 11 km entfernten Torre de Hercules auf morgen zu verschieben, weil wir schon genug müde waren. Nach der Stärkung im Kaffeehaus fanden wir doch noch Kraft und fuhren dorthin. Und dann begann unser Glückspiel mit dem letzten Augenblick. Erstens haben wir Karten für den letzten Aufstieg um 19:30 gekauft. Als wir wieder herunterkamen, war der Turm schon zu. Zweitens versteckte sich die Sonne hinter die Wolken kaum eine Minute nachdem ich die Fotos gemacht habe. Und alle guten Sachen sind drei – wir haben den letzten Parkplatz vor dem Hotel erwischt. Eigentlich noch etwas: Die Hinfahrt morgen in der Früh wäre für die Fotos sinnlos, weil die Sonne über der Stadt stehen würde.
Wahrscheinlich hat uns der Tag aber zu viel an den geistigen Kräften abgenommen. Wir kommen zu unserem Zimmer 143 und die Karte funktioniert nicht. Dann probieren wir 141, 145 u.v.a. Dann fahren wir zur Rezeption. Die liebe Dame sagte uns nur „143 ist es nicht.“ Dann sage ich „Oh ja, 243!“ Als ich mich endlich zum Notebook setze, suche ich meine Kamera. Die blieb im Auto. Bevor ich mit der Rezeptionistin (auf Spanisch!) auf das Thema „Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben“ genug gespaßt habe, hat sich Jitka oben vorgestellt, wie die Kamera am Klo am Turm liegt. Aber: Ende gut, alles gut.