29.9. Galende – Von Laguna de Peces nach Laguna de Yeguas

Heute war eine kurze Wanderung am Programm. Der Hauptgrund (außer der allgemeinen Müdigkeit) war der, dass wir wieder einmal im Restaurant ordentlich essen wollten. Und wer da nicht zwischen 13 und 16 Uhr kommt, hat Pech oder etwas recht Provisorisches. Die Wanderung von Laguna de Peces (See der Fische) nach Laguna de Yeguas (See der Stuten) war nur 3 km hin und 3 km zurück lang. Bei der Hinfahrt, die ständig bergauf führte, konnten wie den See Sanabria und das Dorf San Martin de Castaneda von oben sehen.

Laguna des Peces lag gleich neben dem Parkplatz und der Weg dorthin war sehr bequem. Das Wetter war schön, nur der starke Wind ging uns auf dem Bergplateu wahnsinnig auf Nerven.

Über einen kleinen Hügel kamen wir dann zum zweiten See Laguna de Yeguas. Auch der lag sehr schön in der Landschaft. Dort drehten wir um und eilten zurück, um rechtzeitig am Tisch zu sein.

In San Martin de Castaneda landeten wir im Restaurant El Recreo, aßen gut und waren uns langsam bewusst, dass es für eine zweite Wanderung schon zu spät ist. Wir wollten nach San Ciprian fahren und zu einem Wasserfall gehen. Die Durchfahrt von Pedrazales und Trefacio durch Gassen, wo kaum ein Auto durchkam, war stressig. Wir gaben auf und fuhren zurück ins Hotel. Schließlich ist es keine Sünde, wenn man sich einmal etwas ausruht.

28.9. Galende – Rund um Lago de Sanabria

Unsere Unterkunft Hostal Los Chanos el Ruso ist trotz der niedrigen Preislage sehr sympathisch. Wir haben ein kleines Zimmer mit viel Licht und gutem Tisch, wir können uns im Gemeinschaftsraum Kaffee kochen. Zum Frühstück gehen wir über die Straße in eine Bar. Neben dem Hotel ist gleich ein Supermarket, was kann man sich mehr wünschen.

Heute war ein Rundwanderweg am See Lago de Sanabria am Programm. Wir haben den Parkplatz bei Playa de Vigo gewählt und gingen bergauf durch einen schönen Eichenwald mit großen mit Flechten bewachsenen Steinen.

Der höchste Punkt des Weges (ca. 300 Höhenmeter) lag im Dorf San Martin de Castaneda. Das Dorf selbst war zu modern mit wenigen alten fotogenen Häusern. Dafür gab es von hier eine wunderschöne Sicht auf den See. Auf der gegenüberliegenden Seite sahen wir zwei Dörfer Ribadelago Nuevo und Ribadelago Viejo (alt), wo wir essen gehen wollten.

Der Abstieg war aber wesentlich schwieriger als der Aufstieg und es hat uns bis drei Uhr gedauert. Statt in einem großen Restaurant auf geschlossen Küche zu stoßen, landeten wir gleich in Ribadelago Viejo in einer Bar und begnügten uns mit Bier und belegten Baguetten. Der letzte Teil des Weges war auf der Straße, es gab zwar unangenehm viel Verkehr, dafür freuten sich unsere müden Beine.

27.9. Von Parada de Sil nach Galende – Canyon de Rio Mao

Heute mussten wir uns von der schönen Landschaft von Ribeira Sacra verabschieden. Wir gingen noch auf die letzte Wanderung hier durch den Canyon des Flusses Rio Mao. Der Weg führte größtenteils auf Holzstegen und wurde dadurch sehr bequem. Es waren hier die Tafeln mit Vögeln, Tieren und Bäumen installiert wie gestern bei Balcons de Madrid.

Nachdem der Steg endete gingen wir noch etwas zwei Kilometer durch ein Dorf bis zur Mündung von Rio Mao in Rio Sil. Dort konnten wir wieder ein Ausflugsschiff beobachten. Auf dem Rückweg stürzten wir uns über einen Feigenbaum und stopften unsere Bäuche mit richtig reifen blauen Feigen voll.

Es blieben uns noch zwei Stunden Autofahrt bis nach Galende. In Castro Caldelas aßen wir zu Mittag. Das Wetter verschlechterte sich, es nieselte. Erst nach einiger Zeit lohnte es wieder auf ein paar Aussichtspunkten anzuhalten.

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26.9. Rund um Parada de Sil

Heute blieb das Auto stehen und wir haben die Wanderschuhe angezogen. Ein Rundwanderweg von und nach Parada de Sil war am Programm. Es fing an mit einem leichten Anstieg zu den Aussichtspunkten Balcones de Madrid. Es gab hier nicht nur wunderschöne Panoramen, sondern auch Tafeln mit Quiz zu Vögeln, Tieren und Bäumen (nicht nur) für Kinder.

Dann ging der Weg weiter zu Mirador As Fontinas. Hier konnten wir von oben auch das Schiff sehen, mit dem wir gestern fuhren. Im Dorf Portela suchten wir vergeblich nach einem Restaurant, begnügten wir uns also mit Müsli-Riegel und Wasser. Eine Kuh auf dem Weg wollte mit uns keine Bekanntschaft machen und ging zur Seite.

Jetzt mussten wir 300 Höhenmeter hinunter- und wieder hinaufaufsteigen. Die Landschaft war aber sehr interessant: mit Flechten bewachsene Bäume, mit Moos bedeckte Steine und alter Obstgarten mit Maroni Bäumen, die meistens schon sehr alt, bzw. tot waren. Der nächste Halt war bei Kloster Santa Christina.

Von hier an war der Weg schon relativ leicht. Im Dorf Castro sahen wir endlich eine Tafel mit Hinweis auf Mirador und Restaurant. Wir eilten dorthin um mit der Aufschrift „Wegen Saisonende zu“ abgefeuert zu werden. Durch einen schönen Wald kamen wir dann zum Ziel in Parada de Sil und gingen ins Restaurant. Um fünf Uhr kann man keine besondere Auswahl erwarten, das Wichtigste (Bier) gab es schon, dazu eine Tortilla und Empanada und so haben wir doch unseren Hunger gestillt. Ja, sieben Stunden auf den Beinen, müde, aber glücklich, wie auch immer gingen wir dann auf unser Zimmer.

25.9. Parada de Sil – Bootsfahrt auf Canyon del Sil

Gestern haben wir uns per Internet zwei Plätze bei Viajes Hemisferios für die Bootsfahrt reserviert. Ich hielt das zuerst nicht für notwendig, dann hat es sich aber herausgestellt, dass wir dank der Reservierung die zwei letzten Plätze auf dem oberen Deck bekamen. Da das Schiff um 12 abfahren sollte und die Anlegestelle in Sto.Estevo etwa eine halbe Stunde von unserem Hotel lag, besuchten wir unterwegs noch ein paar Aussichtspunkte. Der erste war Miradoiro de Cabezoas. Die Aussichten waren unglaublich schön.

Der nächste war Miradoiro da Columna.

Zu den letzten zwei parkten wir im Dorf Vilouxe ein und gingen ein paar Hundert Meter weiter. Schon im Dorf gab es einigen Fotomotive, über die Miradoren gar nicht gesprochen.

Dann war die Zeit schon langsam knapp und wir fuhren direkt zu der Anlegestelle. Die Bootsfahrt auf dem Stausee von Rio Sil dauerte eineinhalb Stunden und dank dem schönen Wetter (etwas windig war es schon) war einzigartig.

Danach aßen wir gleich an Ort und Stelle eine Pizza und fuhren über weitere Aussichtspunkte zurück. Es gefallen uns hier sehr die vielen Maroni Bäume und mit Moos bewachsene Bäume.

24.9. Von Santiago nach Parada do Sil – Fervenza de Férveda Trail

Nachdem wir aufwachten, regnete es noch. Rund um 9 Uhr zeigte sich schon ab und zu die Sonne. Wir fuhren zum heutigen Zwischenstopp, dem Fervenza de Férveda Trail in der Ortschaft Escuadro, etwas 40 km von Santiago. Der Weg war nur drei Kilometer lang und führte durch einen feuchten Wald, wo meistens die Eichen wuchsen, bis zu einem Wasserfall.

Bei der Weiterfahrt machten wir noch ein paar Fotos im Dorf Escuadro.

Unsere heutige Unterkunft Casa Pepe liegt in einem Weinbaugebiet Ribeira Sacra im Dorf Parada de Sil. Rio Sil ist ein Fluss im tiefen Canyon mit vielen Wanderwegen und Aussichtspunkten. Wir bleiben hier drei Nächte, haben also zwei volle Tage, um möglichst viel kennenzulernen.

23.9. Santiago de Compostela

Das heutige Wetter war ein Schock. Wir gingen aus dem Hotel und nach ein paar Minuten wieder zurück, um sich lange Hose und Jacken zu holen. Nicht einmal danach war der Spaziergang in der Stadt schön. Es war wolkig, windig und kalt. Da wir nur einen Tag hier zur Verfügung haben, mussten wir uns die wichtigsten Gebäuden anschauen.

Zur Belohnung gingen wir dann in eine Tapas-Bar, wo wir schon in der Früh gesehen haben, dass sie die richtigen kleinen Tapas haben. Wir haben acht unterschiedliche bestellt und waren davon so begeistert, dass wir als Zugabe noch weitere vier verspeist haben. Dann gingen wir ins Hotel und warteten auf besseres Wetter. Das ist nicht gekommen und so hatten wir einen entspannenden Nachmittag.

22.9. Von Bastiagueiro nach Santiago de Compostela – Camarinas, Cabo Finistere

Heute mussten wir uns vom Meer verabschieden. Die weitere Reise führt durch das Landesinnere. Fürs Schwimmen ist es schon zu kalt, Wandern ist besser. Wir fuhren nach Camarinas um auf Costa da Morte zum Leuchtturm Cabo Vilan zu gehen. Beim Hingehen stiegen wir noch zur Kirche Ermida da Virxe do Monte auf. Das Wetter war trotz der Vorhersage sehr schön. Bis zum Turm konnte man nicht gehen, das war eigentlich nicht notwendig.

In Camarinas aßen wir dann zu Mittag und fuhren zu Cabo Finistere, dem fast westlichsten Punkt Spaniens. Es waren viele Menschen da. Wie das hier in der Hauptsaison ausschauen muss, wollen wir uns lieber nicht vorstellen.

Das Pension Mar Azul in Santiago de Compostela liegt schön im Zentrum. Es ist eine kleine Anlage im vierten Stock eines Hauses. Nur eine kleine Tafel an der Wand verweist daran. Das Unangenehmste an den Städten ist immer das Auto. Als ich uns oben eincheckte, saß Jitka im Auto vor dem Haus in einem Halteverbot und ein Busfahrer hupte auf sie. Nicht nur fahren selbst ist manchmal stressig.

21.9. Von Viveiro nach Bastiagueiro – Mirador de Muronovo, Faro de Cabo Ortegal, Torre de Hercules

Der heutige Tag war im Zeichen eines Spiels mit dem Wetter und mit dem letzten Augenblick. Ich erkläre alles später.

Zuerst zu unserem Hotel. Es liegt schön an einem Berghang und es hat einige Zeit gedauert, bis wir begriffen haben, dass unser Zimmer zwei Stockwerke UNTER der Rezeption liegt. Das Frühstück war sehr gut genauso wie die Aussicht aus dem Speisesaal. Es hat geregnet und die Wettervorhersage war für den ganzen Tag schlecht.

Wir fuhren zuerst zum Aussichtspunkt Mirador de Muronovo. Der Wegweiser schien auf etwas bergab führende Straße zu zeigen, so fuhren wir zuerst hin. Sie endete aber bald bei ein paar Steinhäusern. Die Fotos könnten noch schöner sein, wenn mich ein großer freilaufender Hund nicht unfreundlich angebellt hätte. An den Windrädern vorbei kamen wir dann doch zu dem Mirador. Die Aussichten waren herrlich, etwas mehr Sonne würde nicht schaden, es regnete mindestens nicht.

Am Leuchtturm Faro de Cabo Ortegal war das Wetter schon besser. Auf dem Rückweg teilten wir uns in Carino einen Fisch zum Mittagsessen. Und dann war es mit dem schönen Wetter plötzlich aus. Am Mirador da Miranda hat es so viel geregnet, dass wir nicht einmal aus dem Auto ausstiegen. Das einzige Foto schoss ich durch die Windschutzscheibe.

Als wir uns zum Aparthotel Attica21 As Galeras näherten, wurde das Wetter immer schöner, die Sonne schien herrlich. Wir haben uns aber entschieden, den Ausflug zum nur 11 km entfernten Torre de Hercules auf morgen zu verschieben, weil wir schon genug müde waren. Nach der Stärkung im Kaffeehaus fanden wir doch noch Kraft und fuhren dorthin. Und dann begann unser Glückspiel mit dem letzten Augenblick. Erstens haben wir Karten für den letzten Aufstieg um 19:30 gekauft. Als wir wieder herunterkamen, war der Turm schon zu. Zweitens versteckte sich die Sonne hinter die Wolken kaum eine Minute nachdem ich die Fotos gemacht habe. Und alle guten Sachen sind drei – wir haben den letzten Parkplatz vor dem Hotel erwischt. Eigentlich noch etwas: Die Hinfahrt morgen in der Früh wäre für die Fotos sinnlos, weil die Sonne über der Stadt stehen würde.

Wahrscheinlich hat uns der Tag aber zu viel an den geistigen Kräften abgenommen. Wir kommen zu unserem Zimmer 143 und die Karte funktioniert nicht. Dann probieren wir 141, 145 u.v.a. Dann fahren wir zur Rezeption. Die liebe Dame sagte uns nur „143 ist es nicht.“ Dann sage ich „Oh ja, 243!“ Als ich mich endlich zum Notebook setze, suche ich meine Kamera. Die blieb im Auto. Bevor ich mit der Rezeptionistin (auf Spanisch!) auf das Thema „Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben“ genug gespaßt habe, hat sich Jitka oben vorgestellt, wie die Kamera am Klo am Turm liegt. Aber: Ende gut, alles gut.

20.9. Von Oviedo nach Viveiro – Faro Cabo Busto, Playa de Las Catedrales

Auf dem Weg nach Viveiro wollten wir heute die Playa de Las Catedrales besuchen. Da der Zugang dort nur bei Ebbe möglich ist und die um 14:40 sein sollte, mussten wir noch einen Zwischenstopp einlegen. Wir haben die Gegend um Faro de Cabo Busto gewählt. Wir haben es geschafft eine zweistündige Runde über mehrere Aussichtspunkte und das Dorf Busto bei Sonnenschein zu machen.

Auf dem Rückweg zum Auto kam plötzlich der Nebel und wurde immer dichter. Wir haben immer gehofft, dass er während einer Stunde Autofahrt zum Höhepunkt des heutigen Tages wieder verschwindet, es war aber nicht so. Das hat an der Schönheit dieses einzigartigen Strandes Playa de Las Catedrales nichts geändert. Die erste interessante Sache war, dass die Felsen sehr hoch vom Sand verschmutzt waren. Angeblich kann hier der Unterschied im Wasserpegel bei Ebbe und Flut bis zu 3 Meter betragen!

Nachdem wir im beiliegenden Restaurant gegessen haben, brachen wir für die letzte Etappe auf. Unterwegs sind ein paar Regentropfen gefallen, nach unserer Ankunft im Hotel Ego Viveiro begann es ordentlich zu regnen und regnet es ununterbrochen bis jetzt. Mal sehen wie das Wetter morgen wird. Bis jetzt hatten wir nur einen regnerischen Tag.

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